Die Klimapazifisten

Noch nie gehört? Kein Wunder, der Begriff ist eine neue Wortschöpfung, die in den Drehbüchern der TV-Serie Morignone erstmalig auftaucht und auch in der Romanserie Morignone Verwendung findet.

Dort lässt sich nachlesen, wie sich in der Universität Wien eine Gruppe von Studenten bildet, die sich "Die Klimapazifisten" nennen. Der dritte Band verspricht dem interessierten Leser, mehr darüber zu erfahren.

Was bezweckt der Autor mit seiner Wortschöpfung?

Volker Lüdecke geht davon aus, dass nahezu jeder Staat über Thinktanks verfügt, in denen Prognosen über Fragen der Zukunft des jeweiligen Landes erörtert und erstellt werden. Es dürfte nicht von der Hand zu weisen sein, dass diese Thinktanks in der Regel besser informiert sind als der recherchierende Autor und jeder Bürger im Land (ausgenommen einige hochqualifizierte Wissenschaftler).

Ein Gradmesser für die Krisenhaftigkeit einer Epoche sind die jeweiligen Militärausgaben der Länder, denn die übliche Reaktion von Staaten auf äußere Bedrohungen ist traditionell die Steigerung der Militärausgaben.

Bei genauer Betrachtung eine aberwitzige Reaktion, denn dringend für den Klimaschutzbenötigte Gelder werden stattdessen für Militärgüter eingesetzt, deren Produktion und Anwendung den dramatischen Verlauf des Klimawandels zusätzlich forciert und somit nicht mehr, sondern weniger Stabilität und Sicherheit für die Gesellschaft erzeugt.

Aus diesem Grund gehören Klimaschutz und militärische Abrüstung wie Zwillinge zusammen. 

Volker Lüdecke

 

© Foto by Volker Lüdecke

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